Der Arbeitsprozess
Bei der Arbeit mit ATLAS.ti spielen zwei wesentliche Hauptmodi eine Rolle: die textuelle und die konzeptionelle Ebene.
- Zur textuellen Ebene zählen Aktivitäten wie die Segmentierung von Daten, Kodieren von Text-, Bild-, Audio-, und Videopassagen, sowie die Abfassung von Memos.
- Zur konzeptionellen Ebene zählen die modellbildenden Vorgänge, wie etwa das Verlinken von Codes zu Netzwerken.
Ein dritter - und ebenso wichtiger - Aspekt ist das Management von Projekten und Daten.
Arbeit auf der Textebene
Die Aktivitäten auf der Textebene umfassen unter anderen das Segmentieren von Primärdokumenten in Zitate, das Hinzufügen von Kommentaren (Annotieren), und das Kodieren ausgewählter Passagen in Primärdokumenten, Sekundärmaterial, Notizen und Memos. Vergleichen und Inbeziehungsetzen wichtiger Segmente führt dann zu einer kreativen Konzeptualisierungsphase, bei der Interpretationsarbeit und Theoriebildung stattfinden.
Text - Struktur - Text: Der Interpretationsprozess mit ATLAS.ti führt, ausgehend vom Text, über die Struktur wieder zu Text.
ATLAS.ti unterstützt die in allen diesen Aufgaben und bietet neben einer umfassenden Übersicht ihrer Arbeit auch extrem effiziente Such-, Retrieve- und Browsing-Funktionen.
Innerhalb von ATLAS.ti finden Ideenansätze häufig Ausdruck, indem sie einen Code oder Memo zugeordnet werden, dem selbst wieder andere, ähnliche Ideen oder Textpassagen zugeordnet sind. Insofern bietet ATLAS.ti dem Forscher ein hocheffizientes Mittel zur raschen Auffindung und Ausgabe aller für eine Einzelidee relevanter Datensegmente und Notizen.
Arbeit auf der konzeptionellen Ebene
Über das reine Kodieren und Auffinden von Daten hinausgehend erlaubt das Netzwerk-Feature von ATLAS.ti, selektierte Passagen, Memo und Codes auf "visuelle" Weise miteinander in Beziehung zu setzen und so über Diagramme selbst komplexeste Beziehungen grafisch darzustellen.
Diese Möglichkeit verwandelt ihren Text-basierten Workspace in eine grafischen "Spielwiese", auf der sich Konzepte und Theorien auf denkbar einfachste Weise anhand der sichtbar dargestellten Beziehungen zwischen Codes, Textpassagen oder Memo entwickeln lassen. Nicht selten enthüllt dieser Vorgang Beziehungen zwischen Daten, die vorher keineswegs offensichtlich waren und erlaubt dennoch auch jederzeit den Rückgriff auf Notizen oder Selektionen aus Primärdokumenten. Diese Art der Text/Konzept-Modellierung ist einzigartig in ATLAS.ti.
